Botanischer Garten Bonn

…und dann gingen die Kölner nach Bonn in den Botanischen Garten

Am 16. September war es so weit: Eine Gruppe von 9 Senioren:Innen traf sich am Haupteingang des Botanischen Gartens zu einer Individualführung durch den herrlichen Garten und die Gewächshäuser.
Nicht nur Köln, sondern auch die Bundesstadt Bonn hat einen wunderschönen Botanischen Garten. Mit ihren Botanischen Gärten am Poppelsdorfer Schloss unterhält die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn einen der ältesten dokumentierten und traditionsreichsten Botanischen Gärten Deutschlands. Pünktlich um 15:00 Uhr erwarteten gleich zwei Guides, Frau Dr. Adams und Herr Dr. Langhans unsere Gruppe und brachten uns die Welt der Pflanzen näher. Es zeigte sich bei der Führung, dass Dr. Langhans für den wissenschaftlichen Teil und Frau Dr. Adams mehr für den ausführlichen Teil zuständig waren. 
Wir erlebten den Schlossgarten mit den Rekordbäumen, den Gewächshäusern und genossen den sommerlichen Nutzpflanzengarten mit all seinen Kräutern und Düften. Neben den jeweiligen lateinischen Fachbegriffen, die uns Dr. Langhans vermittelte, erfuhren wir u.a., dass der Sequoia Mammutbaum im Garten ca. 180 Jahre alt ist, dass es bei den Ginko Bäumen männliche und weibliche Bäume gibt, bei denen allerdings das Geschlecht erst nach 25 Jahren bestimmbar ist. Die männlichen Bäume verströmen einen sehr unangenehmen Geruch. Die Erdbeere gehört botanisch gesehen zu den Sammelnussfrüchten. Denn die eigentliche Frucht der Erdbeere ist nicht das rote Fruchtfleisch, sondern es sind die kleinen gelb-grünen Körnchen auf der Oberfläche. Jedes dieser Körnchen ist eine eigenständige, winzige Nuss (ein sogenanntes Nüsschen). Das rote, süße Fleisch ist botanisch gesehen nur eine Scheinfrucht, die aus der verdickten Blütenachse entsteht.
Dies und noch viel mehr haben wir im Botanischen Garten alles gelernt! 
In den Gewächshäusern erwartete uns neben einer schwühlheißen Luft natürlich neben den vielen Sorten von riesigen Riesen-Seerosen mit Blättern von ca. 2 Metern Durchmesser auch der Titanenwurz dessen spektakuläre Blütezeit allerdings vorbei war.  

Fazit: Es war eine interessante und besonders lehrreiche Führung! Auch als Senior*innen lernt man nie aus!

Helmut Otto