Besuch der Römischen Grabkammer Köln-Weiden
Die römische Grabkammer wurde 1843 bei Ausschachtungen zufällig entdeckt.
Drei große Hauptnischen in den Wänden sind wie Ruhebetten ausgearbeitet und mit farbigem Marmor verkleidet. Nischen in den Wänden der Grabkammer dienten wohl der Deponierung von Beigaben und Opfergaben. In die Grabkammer waren zwei aus Kalkstein gefertigte, Korbgeflecht imitierende Sessel gestellt. In den Hauptnischen waren Portraitbüsten von zwei Frauen sowie die eines Mannes aus weißen Carrara-Marmor aufgestellt, vermutlich Bildnisse der Verstorbenen. Außerdem enthielt die Grabkammer Bruchstücke eines Sarkophags aus Carrara-Marmor. Der hochwertige Reliefsarkophag gehört zu den sogenannten Jahreszeiten-Sarkophagen. Er wurde in einer römischen Werkstatt gefertigt und nach Köln transportiert. Wahrscheinlich wurde die Grabanlage dieser reichen Familie, deren Hof wohl in unmittelbarer Nähe lag, bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts für
Prominentestes Ausstellungsstück in der Grabkammer ist ein Wannensarkophag aus Carrara-Marmor, der mit figürlichen Reliefdarstellungen von möglicherweise Jahreszeitenmotiven dekoriert ist.
In der Grabkammer wurden drei Porträtbüsten aus dem späten 2. Jahrhundert gefunden. Bei den dargestellten Personen, einem Mann, einer Frau und einem jungen Mädchen, handelt es sich möglicherweise um die verstorbenen Mitglieder der Gutsbesitzerfamilie. Inschriften sind keine erhalten, so dass ihre Namen nicht überliefert sind.
Text: Karin Köhler
