Nachruf Dr. Rudolf Steineke

Am 21.11.2020 verstarb Dr. Rudolf Steineke im 90. Lebensjahr. Man kann ihn sicherlich als Lufthansa-Urgestein bezeichnen.1960 begann er seine Laufbahn bei Lufthansa, nach einem Jura-Studium mit der Promotion als Abschluss. Hier startete er in der Personalabteilung in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Personalvorstand Gerhard Frühe. Später war er dann als Leiter der Abteilung Sozialpolitik für alle sozialen Belange zuständig. Unvergessen ist seine Dienstvorschrift zur Würdigung der privaten Ereignisse im Leben eines Lufthanseaten (genannt: Freud und Leid).
In diesem Zusammenhang entwickelte er die Idee zur Selbstverwaltung der Lufthansa-Rentner statt der Betreuung durch die Firma. Dies war der Beginn der Gemeinschaft ehemaliger Lufthanseaten. In Köln gründete sich diese Gemeinschaft am 1.7.1986. Vorläufer war die Notgemeinschaft ehemaliger Lufthanseaten. Dem Dachverband der Gemeinschaft stand er nach seiner Pensionierung von 1998 bis 2002 vor. Er war auch lange ein aktives Mitglied des Kölner Regionalvereins. Als er schon nicht mehr regelmäßig an Veranstaltungen teilnehmen konnte, erkundigt er sich aber telefonisch immer nach dem Geschehen in der Gemeinschaft. Diese lag ihm doch sehr am Herzen.
Rudolf Steineke war ein fröhlicher und wissbegieriger Mensch. Er war gesellig, tanzte und erzählte gern. Sein Motto war: Mein Gott, wie schön ist die Welt! Dies prädestinierte ihn für die Arbeit am und mit Menschen. Seine ausgleichende und zugewandte Art führte ihn erfolgreich in zahlreiche Kommissionen und Arbeitsgruppen.
Wer ihn gekannt hat, wird sich an sein aufgeschlossenes und freundliches Wesen erinnern. In den letzten Jahren ging es ihm schlechter und er musste in ein Seniorenzentrum umziehen. Hier konnte er am 27.2.20 noch seinen 90. Geburtstag feiern, zu dem wir ihm noch persönlich gratulieren konnten. Nun ist er für immer von uns gegangen.